Situationsanalyse und Zieldefinition

Vor dem eigentlichen Prozess der Planung stehen die Analyse der aktuellen Situation und die Formulierung der Ziele (z.B. im Rahmen von Workshops). Hierzu gehören unter anderem die Ermittlung von Flächen, Kennzahlen, Lagerbewegungsdaten und des qualitativen Materialflusses, die Aufnahme von Maschinen, Arbeitsplätzen und Lagervolumina, die Feststellung der Ladehilfsmittel und der Lagereinrichtungen, die Auswertung der Artikeldaten und die Ermittlung des Informations- und Belegflusses sowie die Ermittlung von bestehenden Baulichkeiten und Randbedingungen.

Gegebenenfalls ist zu diesem Zeitpunkt bereits eine direkte Schwachstellenanalyse mit Ableitung kurzfristiger Verbesserungsmöglichkeiten und konkreten Verbesserungsmaßnahmen möglich.
Es folgt die Ermittlung von Zielvorgaben und geplanten Maßnahmen (unter anderem vor dem Hintergrund der Frage: Neuinvestition und/oder Reorganisation?), wie z.B. Lagerbestandsreduzierung, Erhöhung des Automatisierungsgrades, Personaleinsparung, Durchsatzsteigerung, Ausweitung des Artikelspektrums, Erhöhung der Lieferbereitschaft, Erweiterungsfähigkeit.

Im Anschluss entsteht ein Konzept für die Dimensionierung, die Planung, die qualitative und quantitative Bewertung und die Diskussion von Alternativen für ein Materialfluss optimiertes und rationelles Layout mit Abteilungs- und Gesamtflächen, inkl. einer ersten Abschätzung der zu erwartenden Investitionskosten für die vorgeschlagenen Einrichtungen.

Im Weiteren gilt es, Entscheidungsgrundlagen für z.B. eine Art der Kommissionierung zu erarbeiten (z.B. "Mann-zu-Ware" oder "Ware-zu-Mann", belegbehaftet oder beleglos (Datenfunk), Staplerleitsystem, Handhelds, Fingerscanner, "Pick-by-Light", "Pick-by-Voice", "Pick-und-Pack", Kommissionierwagen). Daraus können im Folgenden die Mitarbeiterfunktionen definiert und der Personalbedarf abgeschätzt werden.